RAND Behavioral Finance Forum 2017

Lege ich mehr für das Alter zurück, wenn meine Freunde das auch tun? Bin ich eher bereit die private Altersvorsorge abzuschliessen, wenn die meisten meiner Kollegen dies tun? Beim diesjährigen Behavioral Finance Forum der RAND Cooperation (in Zusammenarbeit mit PEW Charitable Trusts) in Washington, D.C. hielt Martina Raue einen Vortrag zu sozialem Vergleich und Sparverhalten.

Das RAND BeFi ist eine jährliche Veranstaltung, die führende Personen aus der Wissenschaft, Finanzwelt und Regierung zusammenbringt um die neuste verhaltenswissenschaftliche Forschung im Bereich Finanzentscheidungen zu diskutieren. Das diesjährigen Forum war den Themen Altern, Schulden und Kredite, Altersvorsorge und Investitionen gewidmet.

 

Risikolabor meets MIT AgeLab

Eva Lermer besucht Martina Raue im MIT AgeLab und stellt ihre Forschung zu Risiko vor. Im Rahmen des Science Lunch Talks berichtet sie über den Einfluss des Denkstils auf Risikoeinschätzungen und Risikoverhalten. Weiterhin zeigt sie auf in wie fern Messinstrumente Forschungsergebnisse beeinflussen und verzerren können. Nun geht es für die beiden weiter auf die Konferenz der Association for Psychological Science (APS) in Boston. Dort stellen sie im Rahmen eines Symposiums aktuelle Forschung zur Wahrnehmung der Zukunft vor.

 

Riskante Management Entscheidungen

Elisabeth Schneider vom Risikolabor der LMU wird als Expertin in einem Artikel über „Falschen Ehrgeiz“ bei Managern im Handelsblatt zitiert: „Drohender Gesichtsverlust zum Beispiel sorgt in Berlin dafür, dass nicht zurückgerudert wird, sondern es bei der einmal verkündeten Entscheidung bleibt, weiterzubauen statt abzureißen – und mag sie noch so aberwitzig sein. Man will ja nicht derjenige sein, der das Geld zum Fenster rausgeworfen hat. Statt die Reißleine zu ziehen, investiert man lieber immer weiter.“

Buchprojekt Psychologie des Risikos

Gemeinsam mit dem Springer Verlag, New York werden wir ein Buch mit dem Titel „Psychological Perspectives on Risk and Risk Analysis – Theories, Models, and Applications“ herausgeben. Namhafte Wissenschaftler der psychologischen Risikoforschung tragen dazu bei einen systematischen Überblick über Einflüsse auf menschliche Risikowahrnehmung und Verhalten in riskanten Situationen zu geben.

Wenn es brenzlig wird, entscheidet meist das Bauchgefühl

Bernhard Streicher war als Experte beim 1. Allgäuer Bergrettungstag in Immenstadt (Oberallgäu) eingeladen und diskutierte über den Faktor Mensch bei der Bergrettung.

Unter dem Motto „Auch die Helfer brauchen Hilfe“ wurden Vorschläge zu neuen Rettungsmethoden und Alternativen zu bisher bestehenden Methoden diskutiert. Zentrales Thema der Tagung war dabei auch das Risiko der Retter bei einem Einsatz. Professor Dr. Bernhard Streicher aus Hall (Tirol), einer der führenden Risikoforscher, diskutierte mit den Teilnehmern über den Umgang mit dem Risiko. Kann man es ausblenden, oder sollte man das Risiko bewusst in die Planung der Rettung einbinden? (Auszug aus dem Bericht von Allgäuhit vom 24.09.2016)

Enzyklopädie: Beitrag zu Risiko

Eva Lermer, Martina Raue und Dieter Frey erläutern psychologische Faktoren von Risikowahrnehmung und Risikoverhalten im Band 2 der Ausgabe Sozialpsychologie der aktuellen Enzyklopädie der Psychologie, publiziert im Hogrefe Verlag.

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